The Circling Wing Chun Die 13 Techniken des effektiven Nahkampfs

"Eine wahnsinns Mischung", so betitelt Sifu Peter Graun, Leiter des Wing Chun Zentrum Deutschland (WCZD), das Circling Wing Chun. Im "Tulip Inn Braunschweig" nehmen regelmäßig Gruppen von begeisterten Teilnehmer an den Workshops und Seminaren teil.
Aus seiner Kampfkunstlaufbahn, welche mitlerweile über fünf Jahrzehnte andauert, extrahierte Rambo K. K. Kong eine exklusive Mischung unterschiedlicher Techniken und entwarf daraus seinen eigenen unvergleichlichen Stil, das Circle Propeller. Als Kong und Sifu Peter Graun in Hong Kong aufeinander trafen, ergänzten sich die Konzepte des Wing Chun und des Circle Propeller einfach hervorragend. Während seiner Schauspielkarriere trainierte Kong mit Hollywoodgrößen wie Jackie Chan (Drunken Master), Jean-Claude van Damme (Blood Sport, Kickboxer), Jason Scot Lee (Dragon – Die Bruce Lee Story), Bruce Liang (Karate Superman) und jüngst mit Michael Bean (Terminator) in Blood Bond der 2010 in die Kinos kommen soll. Kong ernannte den australischen Schauspieler Daniel Whyte, die deutschen Sifu Peter Graun und Marc Adenaw zu denjenigen Schülern, welche das System der Öffentlichkeit außerhalb Hong Kongs vorstellen sollen. Dabei regte er auch an, die Techniken des Circle Propeller in das Wing Chun zu integrieren und dadurch einen eigenen Stil zu erschaffen.
Die überwiegend kreisenden Bewegungen aus dem Circle Propeller werden optimal durch die geraden Techniken des Wing Chun ergänzt. Das Circle Propeller zeichnet sich unter Anderem dadurch aus, durchgehend die Schlagdistanz zu unterschreiten und stellt damit ein System dar, welches zu Recht als Nahkampfdisziplin betitelt werden kann. Dabei weist es im Training einige Ähnlichkeit mit dem Push Hands des Tai Chi, als auch dem Chi Sao aus dem Wing Chun auf. Partnertraining und die Entwicklung und Sensibilisierung des Nervensystems als auch Koordinationsübungen dominieren den Unterrichtsplan. Einen der Vorteile den Kong in Bezug auf das das Circle Propeller hervorhebt ist, dass es sich sowohl gesamtheitlich als auch nur teilweise nahtlos in jede beliebige andere Kampfkunst integrieren lässt. Die Simplizität der Techniken und Anwendungen ist auch optimal dazu geeignet, Anfängern den Einstieg in die Welt der Kampfkunst zu erleichtern. Die Trainingsmethodik des Circling Wing Chun ist freundschaftlich und basiert überwiegend auf dem Partnertraining um den Anwender für den Umgang mit Druck und Kraft zu sensibilisieren. In einer kollegialen Atmosphäre lernen die Teilnehmer der Seminare und Workshops miteinander die Techniken umzusetzen.   Inhaltlich beginnt das Spektrum bei gymnastischen Dehnübungen und endet in knallharter Selbstverteidigung. Bei den Selbstverteidigungstechniken stellt es für den Angreifer eine besondere Schwierigkeit dar, dass die Schlagdistanz aus dem so genannten Chi Sao Segment unterschritten wird. Selbst für Kampfkünstler kann der permanente Kontakt und die konsequente Bewegung auf Ellenbogendistanz Schwierigkeiten im Angriff und der Verteidigung mit sich bringen. Auch aus diesem Grund stellt die Erfahrung im Umgang mit den Techniken des Circling Wing Chun eine sehr positive Erfahrung selbst für alte Kampfkunsthasen dar.
Von den Inhalten des Trainings profitiert nicht nur die Physis, sondern auch die Psyche. Als gesamtheitlich preist Kong sein System an, weil es die folgenden drei Elemente vereint: Tai Chi, Chigong und Kung Fu. Gerade im Westen kommt dem Chigong häufig nur eine untergeordnete Bedeutung bei der regulären Wing Chun Ausbildung zu. Das Circling Wing Chun bringt diese Komponente verstärkt in das Training mit ein. Zu Beginn des Trainings wird der Bewegungsapparat eingangs gelockert, um sämtliche Abläufe ideal nachvollziehen zu können ohne Gegenspannungen aufzubauen. Flüssige, harmonische Bewegungsabläufe dominieren alle Übungen und sorgen für eine ausgeglichene innere Haltung. Dabei flossen ähnlich wie bei Bruce Lee auch die Erfahrungen aus dem Tanz mit in die Entwicklung des Circle Propeller ein und sorgen für eine bewegliche Hüfte. Die Hüftarbeit auf diese Weise in das Training zu integrieren ist ebenfalls eine starke Abweichung von herkömmlichen Ausbildungsmethoden wie man sie sonst in Europa kennt. Das Alter der Teilnehmer beginnt bei 6 Jahren. Der älteste Teilnehmer der bisher in Deutschland an dem Seminarangebot teilgenommen hat ist 77 Jahre alt. Seminare finden im vier bis acht Wochen Rhythmus statt und stehen auf der Website des WCZD (www.wczd.de) zum Abruf bereit. Texte von Marc Adenaw

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